Entwicklung

Die Entwicklung der Aufstellungsarbeit

Der Begründer der Arbeit mit Familienaufstellungen ist Bert Hellinger. Er brachte vielfältige Erfahrungen in diese von ihm ab den 70 er Jahren entwickelte Methode mit ein: seine philosophische, theologische und geistige Schulung zum Priester, seine pädagogische Arbeit als Lehrer und Schulleiter, seine umfassenden Erfahrungen mit Gruppendynamik, Psychoanalyse, Primärtherapie, Transaktionsanalyse, Familientherapie, Hypnotherapie nach Milton Erickson, NLP und der Mehrgenerationenperspektive von Boszormenyi-Nagy u.a.

In der PDF Datei „Die Entwicklung der Aufstellungsarbeit bei Bert Hellinger“ finden Sie hierzu umfangreiches Informationsmaterial.

Zunächst noch ein Geheimtipp, wird Bert Hellinger einer breiteren Öffentlichkeit erst durch das 1993 veröffentlichte Buch von Gunthard Weber „Zweierlei Glück“ bekannt. Ab Mitte der 90er Jahre werden Hellinger und das Familienstellen international bekannt, er und seine Schüler halten weltweit Vorträge und Aufstellungsseminare.

Ab etwa dem Jahr 2000 kommt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu heftiger öffentlicher Kritik an Bert Hellinger und dem Familienstellen. Auch bei den Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS) ist der Gründer sowohl persönlich als auch in seinen Methoden und Aussagen nicht unumstritten. Viele Aufsteller beziehen sich in ihrer Arbeit nicht mehr auf ihn. Andere Systemaufsteller setzen – auf Elementen von Hellingers Pionierarbeit aufbauend - eigene Schwerpunkte, auch in Verbindung mit weiteren Methoden aus Therapie, Beratung und Spiritualität. Übereinstimmend wird Bert Hellinger aber als der entscheidende Initiator und eine der wichtigsten treibenden Kräfte der Aufstellungsarbeit geachtet.

Die DGfS stellt, im Kontakt mit anderen nationalen Verbänden sowie der ISCA (International Systemic Constellations Association), ein Forum für die vielfältigen Strömungen von Aufstellungen in Deutschland bereit. Sie fördert eine verantwortliche Praxis im Umgang mit der Methode der Systemaufstellungen und entwickelt transparente Qualitätskriterien für Systemaufsteller, für Lehrtherapeuten und für Weiterbildungen in Systemaufstellungen. Sie betreibt eine Ombudsstelle und führt folgende Datenbanken: Anerkannte Systemaufsteller (DGfS), Anerkannte Lehrtherapeuten (DGfS), Anerkannten Weiterbildungen in Systemaufstellungen (DGfS). Darüber hinaus führt die DGfS eine Datenbank über wissenschaftliche Forschungsarbeiten zur Aufstellungsarbeit.

Unabhängig von der DGfS hat Bert Hellinger seine Weiterentwicklung des Familienstellens zum „Neuen Familienstellen“ in seiner eigenen „Hellinger Sciencia“ zusammengefasst, deren Inhalte in der „Hellingerschule“ unterrichtet werden.

Das verbindende Element in der Vielfalt der Aufstellungslandschaft ist vor allem die Methode des Aufstellens selbst. Hierzu gehören der auf das Wesentliche schauende phänomenologische Ansatz, die Orientierung auf Zukunft und Lösungen sowie das versöhnende „Anerkennen, was ist“ als eine Voraussetzung dafür, das Trennende, das Trennende in der Seele und in den Beziehungen zu überwinden.